Zusammenfassung 1. Treffen der Mitwirkenden

 

Datum:                13.02.2019, 19:30 Uhr
Ort:                      Heimathaus Bippen

 

Begrüßung:        Wilfried Holthaus (WH), Helga Ackmann (HA)

 

Nachfolgend eine stichwortartige Zusammenfassung des Abends

 

Ca. 20 Teilnehmer

 

Die Teilnehmer haben ihre E-Mail Adresse hinterlassen, damit die Kommunikation kurzfristig vereinfacht werden kann. Auf Sicht ist geplant eine geschützte Internet-Plattform einzurichten, um sie als Arbeitsplattform zu nutzen.

 

Um alle Teilnehmer auf den gleichen Stand zu bringen, wurde das bisher diskutierte anhand einiger Folien wiederholt (siehe auch Zusammenfassung der ersten Veranstaltung vom 15.01.2019 –Internet Heimatverein)

 

Zum Ortsfamilienbuch wurde nochmals das Selektions-Kriterium „1910“ bestätigt. Auch auf die Gefahr hin, dass die reinen Ahnendaten sehr umfangreich werden, wird die Konzentration auf nur wenige Ursprungshöfe als nicht zielführend erachtet. Es sollten möglichst viele Familien dargestellt werden, damit auch ein entsprechendes Käuferinteresse geweckt werden kann.

 

Es existiert eine vorläufige Liste der „Geschichten aus der Zeit“. Die Themen können im Laufe der Arbeit geändert bzw. gelöscht oder ergänzt werden.  Auch wurde angesprochen, dass die Themen des Buches „leicht“ lesbar aufgebaut werden sollten. Er wird keine „Doktorarbeit“ bzw. eine Datensammlung erwartet.

 

Aus den Kirchenbüchern der Kirchengemeinde Bippen dürfen entsprechend unserer Wünsche die Daten übernommen werden (scannen/kopieren).

 

In Vechtel wird kurzfristig ein „Erzähl-Café“ organisiert, damit die noch präsenten Geschichten und das Wissen über die frühen Jahre des 20. Jahrhundert gesichert werden können. Zur Unterstützung und zum Festhalten des Gesagten wird der Heimatverein ein Sprachrekorder beschaffen.

 

Über den Titel des Buches wurde ausgiebig diskutiert. Favorisiert wurde der Text „Menschen in Bippen und Ihr Leben in der Zeit - Ein Familienbuch der Ortsteile“.

 

Beispielhaft wurden gedruckte Ahnendarstellungen gezeigt. Bevorzugt wurde eine Darstellung in Textform, jedoch sollte sie einfach gehalten werden. Taufpaten z.B. sollten nicht mehr genannt sein.

 

Vordrucke zum Festhalten der Gespräche wurden verteilt, insbesondere auch, um interessante Geschichten später ggf. nochmals mit den Familien zu vertiefen.

 

Das Familienbuch unterscheidet nicht nach katholischen oder evangelischen Gemeindemitgliedern. Alle Familien der politischen Gemeinde Bippen werden aufgenommen (entsprechend Kriterium 1910).
Hingewiesen wurde, dass bei der Darstellung der jüngeren Geschichte (NS-Zeit) berücksichtigen muss, dass betroffene Familien (wie auch immer betroffen) heute noch in der Gemeinde aktiv sind.

 

Daten aus der Ahnenforschung sind in großem Maße vorhanden (HA). Sie werden durch die Bereitstellung der Kirchenbücher weiter ergänzt. Dennoch ist es notwendig/wünschenswert, diese Daten durch Unterlagen aus den Familien zu ergänzen oder zu überprüfen. Hier sind die Unterstützer aus den Ortsteilen gefragt, entsprechende Unterlagen zu beschaffen.

 

Zur Vorbereitung der Besuche können von (HA) vorhandene Daten der zu besuchenden Familien (DV-Programm) ausgedruckt und als Unterlage für ein Gespräch mitgenommen werden.

 

Als Basis zur Festlegung der infrage kommenden Familien gibt es Auszüge aus einem Adressbuch aus dem Jahre 1939. Diese Auszüge wurden verteilt. Wenn noch Bedarf besteht,  können die Auszüge per Mail zugeschickt werden (WH). Bitte kurze Anforderung an: Wilfried.Holthaus@ewe.net . 

 

Anhand dieser Namenslisten kann festgelegt werden, welche Familie noch im Ortsteil ansässig ist und aufgenommen werden sollte.

 

Nachfolgend ein Darstellungsvorschlag:

 

Ein Gedicht von Ulla Dallmann wurde uns überreicht. Es fand allgemein große Zustimmung und sollte in das Vorwort zum Buch mit aufgenommen werden.

 

Es wurde für alle anstehenden Diskussionen in den Familien und auch für die nachfolgende Bearbeitung darauf hingewiesen, dass Diskretion zu wahren ist. Auch wurde festgehalten,  die erfassten Daten und Informationen nicht unkontrolliert im Internet zu veröffentlichen (geschützte Internet-Plattform).

 

Die im Buch namentlich erscheinenden Familien werden vor Veröffentlichung über den Inhalt informiert.

 

Die Teilnehmer des heutigen Treffens wurden gebeten, auch weiterhin für das Projekt und für das Buch zu werben. Personen, die mitarbeiten möchten, sind immer gern gesehen.

 

Die nächsten Treffen finden alle 6 Wochen an einem Donnerstag statt

(nächster Termin: 28. März 2019)

 

 

 

Zusammenfassung unserer Veranstaltung zum Ortsfamilienbuch
Datum:  15.01.2019, 20:00 Uhr Ort:  Heimathaus Bippen
Begrüßung:  Kurt Freye   Wilfried Holthaus
Akteure und externe Gäste
Helga Ackmann, Wilfried Holthaus
Jürgen Hausfeld – arbeitet am Ortsfamilienbuch Berge, jahrelange Erfahrung in der Ahnenforschung Irmtraud Tiemann – Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück e.V.
Nachfolgend eine stichwortartige Zusammenfassung des Abends
Ca. 30 Teilnehmer
Das Projekt wird im Namen des Heimatvereins durchgeführt. Eine Unterstützung durch den Vorstand des Heimatvereins ist Basis für dieses Projekt
Der Begriff Ortschronik ist nicht ganz glücklich gewählt. Er muss geändert werden. Vorschlag:  „Das alltägliche Leben über die Jahrhunderte“. Hier sollten Lebensumstände festgehalten werden, die einen Bezug zu den im Ortsfamilienbuch genannten Personen haben. Ein reines Familienbuch andererseits, sollte es nicht sein.
Vorbereitete Folien wurden zur Diskussion gestellt.
Helga Ackmann stellte ein Schaubild vor, welche auf Probleme einer Familienchronik hinwies. Insbesondere zeigt dieses Schaubild auch auf einen Blick, wo noch in den Generationen Daten fehlen. Auch wurde erwähnt, dass zur Überprüfung und Komplettierung Hofunterlagen, Einträge in Bibeln, Stammbücher etc. sehr wichtig sind.
Geschichten um die Familien sollten hinzugefügt werden, um es interessant zu gestalten. Beispiele waren die Mühle Brands Haneberg bzw. die Geschichte einer Auswandererfamilie, wobei Auswanderung nicht nur in Richtung USA betrachtet werden sollte.
Jürgen Hausfeld erstellt das Ortsfamilienbuch für Berge und berichtete über die Besonderheiten der Familienforschung am Beispiel der Familie Brockhaus. Interessant dabei waren auch die häufigen Wechsel der Generationen zwischen den Konfessionen katholisch und evangelisch.
Es wurde darüber diskutiert, wie umfangreich die Familien in das OFB aufgeführt werden sollten. Der Vorschlag war alle Familien, die bis 1910 in den Ortsteilen gelebt haben, einzubeziehen. Insbesondere in Bezug auf den Datenschutz ist die Veröffentlichung bis dahin unproblematisch. Dieser Vorschlag wurde im Hinblick auf den Umfang des Projekts besonders diskutiert. Eine konkretere Ermittlung der Anzahl der Familien soll zu einen späteren Zeitpunkt Klarheit bringen.
Wenn die Ahnenfolge für eine Familie erstellt ist, evtl. auch weitere Ereignisse oder Gegebenheiten der Familien eruiert wurden sind diese Familien vor einer Veröffentlichung mit dem Inhalt vertraut zu machen (mit einzubeziehen).
Wilfried Holthaus: Mögliche Themen, die die Lebensumstände beschreiben, wurde anhand weiterer Folien vorgestellt. 
Beispiel: Weimarer Republik bzw. NS-Zeit und lokale Auswirkungen des 2.Weltkrieg und der Zeit danach.
Hier gab es den Einwand,  dass sich diese Sachverhalte doch noch zu sehr auf die aktuelle Zeit auswirken würden (Rolf Uphaus) . 
Hingegen fand es Alfons Bruns sehr interessant etwas über diese Zeit festzuhalten (z.B. B-Soldaten, Kriegsgefangen und Flüchtling auf den Höfen)
Exemplarisch dargestellt wurden anhand der Karte von Vechtel aus dem Jahre 1772  (Du Plat) die Lage und die Besitzer der Höfe  um 1772 und zum Vergleich die heute dort lebenden Familien.
Für die weitere Arbeit an dem Projekt wurde klar festgestellt, dass es unbedingt Unterstützer aus den Ortsteilen geben muss. Ohne diese Personen kann das Projekt nicht bewältigt werden. Angeregt wurde von Pastor Loharens „Erzähl- Cafés“ in den Ortsteilen zu organisieren, um im Gespräch mit den Mitbürgern Geschichten und Geschichte des jeweiligen Ortsteils zu erfahren und festzuhalten.
Insgesamt wurde die Rekrutierung von Unterstützern als großen Problem angesehen.
Von Helga Ackmann wurde angeboten in regelmäßigen Abständen im Heimathaus für Interessierte aus den Familien Sprechstunden abzuhalten, um Daten und Dokumente auszutauschen. Dieses ist dann auch als Unterstützung der Teammitglieder zu verstehen.
Hinweis: Viele andere Gemeinden haben bereits ähnliche Ortsfamilienbücher 
Johannes Nyenhuis: Tief beeindruckt von dem Thema und dem gesamten Vorhaben. Man sollte aber  schon Vorhandenes nicht wiederholen
Pastor Loharens: Sehr interessant, er selbst in Bezug auf Kirche hat keine Unterlagen. Sind bis auf die Kirchenbücher bei einem Brand während des Krieges zerstört worden.
W.Holthaus, K.Freye: Das Projekt ist gut für ortsübergreifendes Denken und belebt diesbezüglich den Heimatverein 
Pastor Loharens: Titel des Buches kürzer fassen
Alfond Bruns: 200 Familien sind zu viel
Werner Hollermann: Familien exemplarisch herausnehmen
Jürgen Hausfeld: Reduktion auf 200 Familien kommt nicht gut an. Vorschlag: eine Bauernschaft und dann die nächste/schwierig die Eingrenzung
Helga Ackmann: manches kann auch auf CD´s herausgegeben werden
Die Diskussion zeigte, dass eine weitere Konkretisierung notwendig ist, um Umfang und Ausprägung des Buches festzulegen. Ein Arbeitskreis, der auch noch die zu findende Unterstützer umfasst, soll diesbezügliche Ergebnisse bringen
Ein enger Schulterschluss mit dem Heimatverein wäre notwendig, um ein abgestimmtes Ergebnis zu erhalten. 
Abschluss W.Holthaus: Als nächstes müssen Unterstützer gefunden werden. Wenn das gelingt, sollt ein Treffen mit den Unterstützern vereinbart werden, um sie einzubinden. 
Im Laufe weiterer Treffen werden dann Umfang und Inhalte des Buches weiter konkretisiert.
 Mitschrift i.W. von Hubert Ring


Projekt im Heimathaus vorgestellt Buch mit Familienstammbäumen für Bippen geplant

Von Jürgen Schwietert Bersenbrücker Kreisblatt NOZ

Ein Buch mit den Familienstammbäumen für Bippen will Wilfried Holthaus zusammenstellen. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpaEin Buch mit den Familienstammbäumen für Bippen will Wilfried Holthaus zusammenstellen. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dp

Bippen. Bippener Heimat- und Geschichtsfreunde haben sich ein großes Projekt vorgenommen. Sie wollen die Historie der Höfe nebst Familiengeschichte in der Gemeinde Bippen mit ihren neun Ortsteilen recherchieren und ein Buch herausgeben. Eine Menge Arbeit, wie sich bei einem ersten Treffen von Interessierten zeigte. Um möglichst viele Infos zusammenbekommen ist geplant, eine monatliche Sprechstunde für Bürger anzubieten.

Wo kann so ein Projekt am besten vorgestellt werden? Natürlich im Heimathaus. Dort skizzierte nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, Kurt Freye, zunächst Wilfried Holthaus aus dem Bippener Ortsteil Vechtel, mögliche Inhalte des Projektes. Er selbst beschäftigt sich bereits seit  längerer Zeit mit dieser Form der lokalen Geschichtsschreibung. Ein Ziel sei es, die Historie der Bauernhöfe und der dazu gehörigen Heuerstellen zu erforschen, erklärte er. Es solle aber nicht ein reines Genealogiewerk entstehen, sondern ein Buch mit weiteren Informationen, zum Beispiel zum Wirken der Pastoren, zu Fragen zur Bildung und zur Rechtssprechung. Wie also unterscheidet sich geistlicher Beistand damals und heute? Welche Schulen gab es wo? Wie war das mit dem Jagdrecht und Gerichtsbarkeit? Welches Erbrecht galt und wie wurde es vor Ort gehandhabt?

Ansprechpartner in den Ortsteilen gesucht

Diese und weitere Fragen sind zwar vielfältig, aber nicht entsprechend ortsbezogen erforscht. Allein aber kann Wilfried Holthaus diese Arbeit nicht bewältigen. Und so bittet er um Hilfe. Aus jedem Ortsteil, aus jeder Bauernschaft würde er sich über einen Ansprechpartner freuen. Schließlich müssten Familienstammbücher, Tagebücher – wenn vorhanden –, Kirchenbücher und Zeitungen ausgewertet werden. Und auch Gedenksteine auf Friedhöfen könnten als Quelle dienen. Ein weites Feld.

 

Seine Vorstellungen zur Entwicklung einer Ortschronik skizzierte Wilfried Holthaus. Foto: Jürgen Schwietert

 

Als Ahnenforscherin aktiv

Über eigene Nachforschungen informierte zudem Jürgen Hausfeld aus Horstmar. Er ging dabei – gestützt auf eigene Erfahrung – auf die Handhabung der bevorstehenden Arbeitsschritte ein, die schließlich zu einem Buch führen sollen. Helga Ackmann aus Osnabrück, deren Mann Günter vom Hof Ackmann in Berge stammt,  signalisierte ihre Unterstützung bei dem Projekt. Sie selbst ist in der Ahnenforschung aktiv. Beide machten allerdings deutlich, dass die wesentliche Arbeit auch von den Bippenern geleistet werden müsse. Material sei genug vorhanden, es auszuwerten sei aber oft nicht so einfach. 

Sprechstunde für Familien geplant

Kurzum: Es wird noch eine Weile dauern, bis das Buch über die Gemeinde Bippen mit Informationen zu den Familien sowie zum alltäglichen Leben erscheinen kann. Es solle ein Fenster in die Vergangenheit werden, dass zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts hin geschlossen werden solle, hieß es.

Wie Wilfried Holthaus weiter berichtete, ist geplant, jeweils einmal im Monat eine Sprechstunde für Familien im Heimathaus einzurichten. Sie könnten ihre Familienunterlagen mitbringen, die dann abgeglichen und erfasst werden könnten. Anschließend werde dann das Buchteam tagen. Die Termine werden jeweils im "Bersenbrücker Kreisblatt" bekanntgegeben.

Ansprechpartner

 

Holthaus Wilfried

 

05909 4 74

Feldkamp 26
49626 Bippen, Vechtel

 

Ackmann Helga  

 

0541 3 57 46 51